Die Olsendiver in verrückter Tradition - Tauchen im Hafen von San Nicolo - Gardasee

Auf zu neuen Taten - so sollte der Leitspruch dieser Unternehmung heissen, verspricht sie doch so einzigartig zu werden.

Ach ja - und wieder schleppen - war ja klar.

Welch Strapazen eröffnen sich uns wieder, darf man doch nicht ganz zum Wasser fahren und muss vor den Toren des Hafens halt machen. Vollgerödelt bis oben hin (klug wer sich hier was mit Rollen besorgt hat) macht sich der moderne Taucher nun auf zum Ufer. Vorbei an 1-2 Schranken, einer CMAS Tauchbasis, einer Segelschule und (im Sommer) einer Herde Badender geht es zum mehr als "gutbestücktunddurchdachten" Einstieg, der für jeden was zu bieten hat.

Wie unschwer zu erkennen ist das Wichtigste gekennzeichnet. Ein grosser roter runder Ballon mit einem Kreuz kennzeichnet hier eine ca. 3m grosse Christusstatue die hier versenkt wurde um an einen verunglückten Taucher zu errinnern. Die Statue befindet sich auf ca. 12-15 m und ist somit für jeden tauchtauglichen zu bestaunen.

Die kleinen Ballons in einer Reihe aussenrum dienen der Abgrenzung des Gebietes da hier auch reger Surf-, und Bootsbetrieb herscht.

Eine weitere leider sich nicht im Bild befindliche Boje kennzeichnet einen alternativen Abstieg zu einem der vielen Knotenpunkte unter Wasser. Das ganze Areal ist unter Wasser vertaut und man kann so entspannt der Fauna fröhnen. Eine detaillierte Karte hierzu findet man in der Tauchbase oder bei Ambiente Aqua.

Da wir aber Taucher sind und nicht Schwimmer starten wir unsere Tour gleich am Einstieg, rechts entlang an einem der Seile. Hält man sich hier kommt man unweigerlich zum Christus, welcher einem Erfurcht gebietet vor den Tücken der See (hierzu später mehr). Einmal hart nach links und man kommt zu einem der tieferen Seile die auf ca. 30m entlang einer massiven Steilwand verlaufen. Am Ende dessen stösst man auf ein Rohr das 2 Möglichkeiten bietet: rauf oder runter. Entscheidet man sich hier für letzteres erreicht man bei ca 36m das Ende und kann dann rechts wieder an Steilwand entlang. Stösst man zwischen 42 - 44 m auf eine in der Wand hängende zerstörte Plattform ist man nicht komplett falsch. Von hier kann der Aufstieg entw. weiter nach oben biss man auf das 30m-Querseil stösst verlaufen, - oder einfach wieder zurück zum Rohr um dies als Referenz zu nutzen.

Achtung beim Aufstieg

Je nach Uhrzeit entwickelt der Gardasee eine mehr oder minder starke Brandung (ital. "l'Ora"). Zeitweilen kann es passieren dass man den Tauchgang bei spiegelglatt startet und sich beim Aufstieg in "WTF..." wiederfindet. Bei Tauchgängen Vormittags sollte dies allerdings eine eher kleine Rolle spielen da sich "l'Ora" meist erst nach Mittag anstellt.

Trotzdem ist dies zu berücksichtigen und vor allem ein nicht zu unterschätzender Faktor, besonders wenn man etwas mehr Gerödel mithat.